Aquarelle aus dem Land Brandenburg

 

Wittenberge mit P

Im November in Wittenberge feucht und kalt, Nebel, Spaziergänger leise und laut mit klackenden Absätzen.

 

Griechische Arbeiten

Die Inseln Milos, Kimolos, Santorini und Kreta in spätsommerlicher Wärme.

 

In Umbrien

Herbst in Gubbio.

 

 

Porträts

Gesichter treiben an uns vorbei, Frauenporträts von Bettina Hünicke

Leute begegnen uns täglich. Gesichter treiben vorbei. Doch wenn man innehält, treffen sich Blicke. Der Mensch, einmal gesehen, wird nicht mehr vergessen. Sein aus Blick und Haltung gelesenes Leben wird mit dem Bild im Gedächtnis gespeichert. Für die Malerin ist das Hinsehen Beruf. Bettina Hünicke findet in Landschaften und Porträts ihre Themen… Manche mit klarem Blick, andere mit Unschärfe der Augen, träumerisch, auch verletzt. Zu sehen sind sensible Persönlichkeiten, deren Sorgen und Hoffnungen sich auf den Betrachter übertragen. Entstanden sind Arbeiten, die dazu einladen, in fremd -vertrauten Gesichtern zu lesen und nach offenen Fragen zu suchen. Bettina Hünicke sagt sie denke nicht in Farben, sie sehe/fühle in Farben.

 Auszug aus der von Marco Schütz, Journalist und Dichter, Potsdam, gehaltenen Eröffnungsrede in der Sternkirche, 15.5.1999 MAZ

 

Polnische Arbeiten

Myślibórz

 Kraków (Krakau)
 Santok
Łagów
Sieraków, Rudno …

Anfang der 90er Jahren begannen meine Mal-Reisen nach Polen – unweit der Oder. Ich fühlte mich in diesem Land wohl. Etwas Vertrautes begegnete mir, Kohlegeruch, alte Häuser, die Architektur, andere Farbeindrücke, warmherzige Menschen. Das war gut zum Arbeiten.
1993 hatte ich auf einem polnisch-jüdischen Friedhof in Witnica Frottagen von Grabsteinen abgenommen.
Wir – drei polnische und drei deutsche Maler/innen gründeten die Künstlergruppe „Po obu stronach rzeki-beiderseits des Fluß“. Ein Katalog über unsere Arbeit entstand. Eine Broschüre zu meinen Porträts wurde in Polen gedruckt. 1995 fand gemeinsam mit Elke Postler eine Ausstellung im Stadtmuseum Myślibórz statt. 2003 war ich das letzte Mal zum Pleinair in Polen – im früheren Kloster Paradies – einem Schwesterkloster von Lehnin – dem heutigen Priesterseminar.

Innenräume

Aber weißt du
diese dunklen Wände
diese dunklen vereckten Räume
zeigen die Tiefe deines antithetischen Hin-und Hers
die Wut und die Fröhlichkeit,-
wie in diesem einen Porträt-
die dich dann zu
 ich lache
ich lache
kommen lassen.                     Friedo Solter in der Laudatio zur Ausstellung in der Neuen Galerie Wünsdorf 2012.

 

Aquarelle aus der Kälteperiode

9 Potsdamer Arbeiten

Diese Arbeiten sind während der diesjährigen vierzehntägigen Kälteperiode auf der Baustelle des ehemaligen Milchhofes entstanden. Drei Bagger bewegten die Erdmassen und Fundamente, die von Stahlträgern durchzogen waren. Jeden Tag entstand so ein neues Bild.
Bettina Hünicke, 30. März 94